PowerBoard vs. herkömmliche Infrarot-Heizpaneele
Die meisten Infrarot-Heizpaneele heizen per Widerstandsdraht und hängen mit 90 bis 110 °C an der Wand. PowerBoard nutzt Carbonfaser-Heizfolie in der Decke.
Eine Infrarotheizung für das Zuhause ist meist ein eigenständiges Infrarot-Heizpaneel: ein Rechteck in unterschiedlicher Größe, das aufputz an einer Wand oder Decke montiert und an die Stromversorgung angeschlossen wird.
Im Inneren funktionieren die meisten auf dieselbe Weise. Strom fließt durch einen Widerstandsdraht, der Draht erwärmt sich, er erwärmt die Vorderseite des Paneels, und diese strahlt die Wärme in den Raum ab. Das funktioniert, und zwar recht ordentlich.
PowerBoard ist anders aufgebaut, und die Unterschiede verdienen es, nüchtern dargelegt zu werden statt als Aneinanderreihung von Adjektiven.
1. Eine ganze Fläche statt eines Drahts
Die Wärme eines PowerBoard entsteht in einer Carbonfaser-Heizfolie, die die gesamte Fläche des Paneels bedeckt – nicht in einem Draht, der hindurchgeführt ist.
Ein Draht ist eine Linienquelle. Wie sorgfältig er auch verlegt ist: Die Paneeloberfläche ist direkt über dem Draht wärmer und zwischen den Bahnen kühler, und das Paneel wendet Energie auf, um das auszugleichen. Ein vollflächiges Heizelement ist überall gleichzeitig warm. Die Oberfläche erreicht dadurch ohne diesen internen Ausgleich eine gleichmäßige Temperatur, und dabei geht weniger Wärme über die Rückseite des Paneels verloren.
In unseren eigenen Vergleichstests benötigte das PowerBoard-Deckensystem unter gleichen Bedingungen rund 25 % weniger Energie als herkömmliche Infrarot-Heizpaneele. Das ist unser eigener Test und keine veröffentlichte Studie. Wenn Sie die Überlegungen nachprüfen möchten, senden wir Ihnen Methode und Ergebnisse gern zu.
2. In die Decke statt an die Decke
PowerBoard 250 hat das Format einer Standardplatte von 1200 × 600 mm und ersetzt in einer abgehängten Decke eine Gipskartonplatte. Nach dem Einbau wird es wie jede andere Platte verspachtelt oder gestrichen und verschwindet vollständig.
Ein herkömmliches Heizpaneel ist ein Gegenstand im Raum. Es ist aufputz montiert, hat sichtbare Kanten und ein sichtbares Kabel, und man muss um es herum planen.
Wo sich tatsächlich keine neue Decke einbauen lässt, werden PowerBoard 500 und 750 stattdessen aufputz montiert – das ist aber die Ausweichlösung, nicht der Regelfall.
3. Oberflächentemperatur
Diesen Unterschied spüren die Nutzer – und die meisten wissen nicht, dass er der Grund ist.
Herkömmliche Infrarot-Heizpaneele arbeiten häufig mit 90 bis 110 °C. Sie sind kleine Wärmestrahler und müssen deshalb heiß sein, um eine nennenswerte Leistung abzugeben. Die Folge ist eine starke Strahlungsasymmetrie zwischen Ihrem Kopf und dem Rest des Körpers: das Gefühl eines „heißen Kopfes“ und ein Raum, der im Strahlungskegel warm und außerhalb davon kühl ist.
PowerBoard 250 ist auf eine Oberflächentemperatur im Bereich von 55 °C ausgelegt – den Wert, bei dem eine warme Decke laut Behaglichkeitsforschung nicht mehr wahrgenommen wird. Größere Fläche, niedrigere Temperatur, gleiche Wärme – und niemand schaut nach oben, um herauszufinden, woher sie kommt.
Um bei unserem eigenen Sortiment ehrlich zu bleiben: Die aufgesetzten PowerBoard 500 und 750 sind ebenfalls kleine Strahler und laufen mit 80 bis 105 °C, also im selben Bereich wie ein Standardpaneel. Was sie weiterhin unterscheidet, sind das vollflächige Heizelement und die Zertifizierung. Wo Behaglichkeit am meisten zählt, ist das PowerBoard 250 in der Decke die richtige Wahl.
4. Mehrere Wärmestrahler statt eines einzigen
Ein herkömmliches Paneel wird meist einzeln pro Raum eingeplant, wodurch sich die Wärme auf einen Teil des Raums konzentriert.
PowerBoard ist für die verteilte Anordnung ausgelegt: mehrere Platten über die Decke verteilt, sodass die abstrahlende Fläche annähernd der Decke selbst entspricht. Das gleicht die Temperatur im Raum aus – behaglicher und sparsamer, als eine Zone zu überheizen, um eine kalte auszugleichen.
5. Zertifizierung
PowerBoard ist nach IEC 60335-1 BEAB-zertifiziert sowie CE- und UKCA-gekennzeichnet. Viele Paneele auf dem Markt tragen nur eine CE-Kennzeichnung, die bei einem Elektrogerät weitgehend eine Selbsterklärung des Herstellers ist.
Der Unterschied liegt darin, wer geprüft hat. Fragen Sie nach der Zertifikatsnummer und danach, welche Stelle sie ausgestellt hat.
Fazit: PowerBoard oder Infrarot-Heizpaneel?
Keiner dieser Punkte ist eine exotische technische Feinheit. In die Decke eingebaut, ergeben sie zusammen ein System, das im Betrieb weniger kostet, unsichtbar bleibt, Ihnen nicht den Kopf aufheizt, den Raum gleichmäßig statt in einem Strahlungskegel erwärmt und unabhängig geprüft wurde.
Wenn Sie sehen möchten, wie die Auslegung in Ihrem Gebäude aussehen würde, schicken Sie uns einen Grundriss.

