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Infrarot-Wandheizung oder Deckenheizung?

Infrarot-Wandheizung oder Deckenheizung? Wände speichern Wärme, Decken verteilen sie gleichmäßig. Auswahl, Einbau- und Betriebskosten im Vergleich.

Wärmebild eines Raums, in dem die Heizelemente in Wand und Decke warm und gleichmäßig ausgeleuchtet sind

Beide funktionieren. Beide verschwinden im Gebäude. Ob Infrarot-Wandheizung oder Infrarot-Deckenheizung, entscheidet sich an der Form des Raums und daran, was Sie mit den Wänden vorhaben.

Infrarot-Wandheizung und Deckenheizung: was sie ausmacht

Die Wandheizung bringt das Heizelement in die Wand – hinter Putz oder Gipskartonplatten –, sodass die Wandoberfläche selbst zum Strahler wird. Die Wärme wird in der Höhe abgegeben, in der sich Menschen aufhalten, was in einem Raum mit hoher Decke wichtig ist. Hinzu kommt ein Behaglichkeitsgewinn, den niemand erwartet, bis er ihn erlebt: Sie können sich mit dem Rücken an eine warme Wand setzen.

Die Deckenheizung bringt das Element über Kopf und strahlt nach unten ab. Die Wärmeverteilung ist außergewöhnlich gleichmäßig, weil die abstrahlende Fläche den gesamten Grundriss des Raums abdeckt und nicht nur eine Seite. Näher kommt man in einem Gebäude dem Gefühl, im Sonnenlicht zu stehen, nicht.

Beide arbeiten mit Infrarot statt mit Konvektion. Die Wärme gelangt direkt zu den Oberflächen und Menschen im Raum, statt von warmer Luft dorthin getragen zu werden. Deshalb trocknet keine der beiden die Luft aus, keine wirbelt Staub auf, und keine macht Geräusche.

Eigenschaften und Effizienz

Wände speichern Wärme

Eine beheizte Wand dient zugleich als Wärmespeicher. Die meisten Wandkonstruktionen halten etwas Wärme und geben sie nach dem Abschalten langsam wieder ab, was die Temperatur glättet und das Takten verringern kann.

Dabei gibt es einen gewichtigen Vorbehalt. Das funktioniert nur, wenn die Wand gedämmt ist. Eine ungedämmte Außenwand ist kein Speicher, sondern eine Wärmesenke mit der Außenwelt auf der anderen Seite, und sie direkt zu beheizen ist eine teure Art, die Straße zu wärmen. Bei einem Haus mit massiven, ungedämmten Außenwänden muss die Wand zuerst gedämmt werden, oder das Element gehört ganz woanders hin.

Genau diese Art von Einschätzung sollte eine Begehung vor Ort treffen, nicht ein Prospekt.

Decken verteilen besser

Eine Decke strahlt mehr oder weniger gleichmäßig auf alles darunter ab. Damit entfällt die Asymmetrie, die entsteht, wenn die Wärme von einer einzigen Wand kommt. In einem Raum von einiger Größe ist das das behaglichere Ergebnis.

Die Einschränkung ist die Höhe. Die Strahlungsintensität nimmt mit der Entfernung ab: Je höher die Decke, desto mehr installierte Leistung brauchen Sie, um auf Bodenhöhe dieselbe Wirkung zu erzielen. Unsere Empfehlungen aus der Praxis:

  • ComfortScrim in der Decke eignet sich für Räume bis etwa drei Meter.
  • PowerBoard 500 und 750 in Aufputzmontage funktionieren bis etwa 3,5 Meter.
  • Darüber beheizen Sie besser den Boden. Eine Fußbodenheizung ist von der Deckenhöhe unabhängig und in einem Raum mit doppelter Geschosshöhe die richtige Lösung.

Reaktionszeit und Betriebskosten

Beide sind elektrische Strahlungsheizungen, die 2 bis 3 mm hinter der Oberfläche liegen, und reagieren daher in Minuten statt in Stunden. Das macht eine echte raumweise Zonierung lohnenswert – Sie heizen Räume, wenn sie genutzt werden, statt das ganze Gebäude auf Temperatur zu halten, weil das System zu träge für etwas anderes ist.

Deckeninstallationen arbeiten bei gleicher Wirkung meist mit einer etwas niedrigeren Oberflächentemperatur als Wände, weil die abstrahlende Fläche größer ist.

Die gemeinsamen Vorteile

Gleichmäßige Wärme, keine kalten Stellen – vorausgesetzt, der Verlegeplan ist sorgfältig ausgelegt.

Geräuschlos. Keine Lüfter, keine Pumpen, keine tickenden Rohrleitungen.

Unsichtbar. Nichts an den Wänden, nichts auf dem Boden, kein Heizkörper, der vorgibt, wo das Sofa steht.

Allergikerfreundlich. Nichts wird herumgeblasen, also bleiben Staub und Allergene, wo sie hinfallen.

Zonierbar. Unabhängige Regelung pro Raum – hier liegt ein großer Teil der realen Einsparung.

Photovoltaik-tauglich. ComfortScrim arbeitet mit Kleinspannung und lässt sich direkt aus einer Gleichstromversorgung per Photovoltaik oder Batteriespeicher betreiben, ohne Wechselrichter, der in Wechselstrom und wieder zurück wandelt.

Einbau- und Heizkosten

Installation. Sie hängt mehr vom Projekt ab als von der Wahl. Bei einer Renovierung, bei der eine Wand ohnehin neu verputzt wird, ist die Wandinstallation oft der günstigere Eingriff. In einem Neubau, in dem ohnehin eine Gipskartondecke eingezogen wird, lässt sich die Decke zur gleichen Zeit fast kostenlos mit ausstatten. Eine allgemeine Antwort gibt es nicht; es gibt nur Ihr Gebäude.

Betriebskosten. Beide sind im Betrieb effizienter als Warmluftheizungen, aus demselben Grund wie Strahlungsheizungen im Allgemeinen: Sie fühlen sich bei einer zwei bis drei Grad niedrigeren Lufttemperatur wohl. Nach der weithin verwendeten Faustzahl von rund 6 % pro Grad bedeutet das in der Größenordnung 12 bis 18 % weniger Energie für dieselbe gefühlte Wärme. Die Zonierung spart zusätzlich – wie viel, hängt davon ab, wie Sie wohnen.

Für einen Wert, der auf Ihr Gebäude statt auf einen Durchschnitt zugeschnitten ist, liefert der Rechner die Kilowattstunden für Ihre Fläche und Ihren Gebäudestandard.

Wartung. Praktisch keine. Es gibt keine beweglichen Teile, keine Filter, kein Wasser und nichts, was entlüftet oder gewartet werden müsste.

Die kurze Antwort

  • Hoher Raum? Wand oder Boden.
  • Großer Grundriss, normale Deckenhöhe? Decke.
  • Wände, die für Möbel und Kunst frei bleiben sollen? Decke.
  • Nachrüstung, bei der eine Wand ohnehin geöffnet ist? Wand.
  • Massive, ungedämmte Außenwände? Erst dämmen, dann entscheiden.

Die Nachrüstung einer der beiden Varianten in einem bestehenden Haus ist völlig normal und erfordert nicht, das Gebäude auseinanderzunehmen. Wenn Sie uns einen Grundriss schicken, erstellen wir die Heizlastberechnung Raum für Raum und sagen Ihnen, welche Fläche wo sinnvoll ist – einschließlich der Räume, in denen die Antwort der Boden ist.

Schicken Sie uns einen Grundriss.Wir schicken ein Heizsystem zurück.

Projektdaten, Zeichnungen oder CAD-Dateien rein. Raumweise Heizlast, Elementauslegung und ein Angebot mit Preis raus. Unverbindlich.