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Ein warmes Haus ohne Heizkörper: eine Villa in Qingdao

Wie wir eine zweigeschossige Villa in Qingdao über Wände und Decken beheizt haben, inklusive gewölbter Esszimmerdecke, ohne dass nach dem Streichen etwas zu sehen ist.

Eine gewölbte Esszimmerdecke in einer Villa in Qingdao, schlicht weiß gestrichen, über einem Rundbogenfenster

Schauen Sie sich das Foto oben auf dieser Seite an. Es zeigt das Esszimmer einer Villa in Qingdao, mit gewölbter Decke und einem Rundbogenfenster. Einen Heizkörper sehen Sie nirgends, denn es gibt keinen. Die Wärme kommt direkt aus der Decke.

So funktioniert das ganze Haus. Es hat zwei Etagen und Blick aufs Meer, und jeder Raum wird über die Wände oder die Decke beheizt. Als die Maler fertig waren, war davon nichts mehr zu sehen.

So funktioniert es

Wir verwenden ein Heizvlies namens ComfortScrim. Es besteht aus Carbonfaser und ist ungefähr so dünn wie ein Blatt Papier (rund 0,4 mm). Die Monteure kleben es an Wand oder Decke, ziehen eine dünne Schicht Spachtel darüber, und danach wird ganz normal gestrichen.

Schaltet man die Heizung ein, wird die ganze Fläche angenehm warm, und die Wärme verteilt sich im Raum. Das fühlt sich ein bisschen an wie Sonne auf der Haut. Es zieht nicht, und man hört nichts.

Wo die Wärme sitzt

Jeder Raum im Haus ist beheizt. Hier haben wir das Heizvlies verlegt:

  • In den Bädern hinter dem WC, über der Badewanne und hinter dem Handtuchhalter, damit die Handtücher an einer warmen Wand hängen und trocken bleiben.
  • In den Schlafzimmern und im Dachzimmer in Wänden und Decken.
  • In Küche und Essbereich in der Decke, damit die Wände frei bleiben für Schränke.
  • In Fluren und im Treppenhaus ein wenig Zusatzwärme, damit der Weg von einem Raum zum nächsten nicht kalt ist.
  • An den kniffligen Stellen, der gewölbten Esszimmerdecke und der schrägen Decke im Wintergarten, genauso wie überall sonst.

Dieser letzte Punkt gefällt uns an diesem Haus am besten. Das Heizvlies ist dünn und biegsam, deshalb folgt es einer Wölbung oder Schräge ganz problemlos. Ein Heizkörper könnte das nie.

Die Zahlen

Für alle, die es genau wissen wollen: Das Haus hat 192 m² Wohnfläche auf zwei Etagen. Wir haben 33 Heizelemente verlegt und das Haus in 11 Zonen aufgeteilt, sodass jeder Bereich seine eigene Temperatur haben kann. Gesteuert wird alles per App auf dem Handy. Ausgelegt ist das Haus auf angenehme 22 °C, plus oder minus ein paar Grad.

Warum das auch im Bad sicher ist

ComfortScrim arbeitet mit Niederspannung, in diesem Haus mit 48 V. Ein kleines Gerät, das Netzteil, wandelt den normalen Haushaltsstrom in diese viel niedrigere Spannung um, bevor er in die Wände geht. Hinter der Badewanne liegt also kein Netzstrom, und wer später ein Loch für ein Bild bohrt, bohrt auch nicht in eine 230-V-Leitung.

Prüfen, ob alles funktioniert

Nach dem Streichen sehen die Wände ganz normal aus. Woher weiß man also, dass die Heizung ihre Arbeit macht? Wir gehen mit einer Wärmebildkamera durchs Haus. Sie zeigt warme Bereiche in Gelb und Orange und kühlere in Blau und Violett.

Eine Wärmebildkamera, gerichtet auf die gewölbte Esszimmerdecke, mit warmen Streifen dort, wo die Heizung liegt
Die gewölbte Esszimmerdecke. Die warmen Streifen sind die Heizelemente, die der Wölbung folgen. Die wärmste Stelle: 38,8 °C.

An der gewölbten Esszimmerdecke sieht man die Heizung als warme Streifen, die der Wölbung folgen. Die dünnen blauen Linien dazwischen sind die kleinen Abstände zwischen den Elementen. Die wärmste Stelle hatte 38,8 °C.

Eine Wärmebildkamera, gerichtet auf die schräge Decke im Wintergarten, mit der warmen Fläche auf der Schräge
Die schräge Decke im Wintergarten. Die wärmste Stelle: 35,7 °C.

An der schrägen Decke im Wintergarten liegt die warme Fläche genau dort, wo die Heizung verlegt wurde. Die wärmste Stelle hatte 35,7 °C.

Eine Wärmebildkamera in einem Schlafzimmer mit Blick aufs Meer
Eines der Schlafzimmer. Die wärmste Stelle: 39,8 °C.

In jedem Raum prüfen wir drei einfache Dinge: Die Wärme ist dort, wo sie laut Plan sein soll, kein Bereich ist kalt geblieben, und nichts wird zu heiß. Werte um die 30 bis 40 °C sind genau richtig. Das fühlt sich warm an, aber längst nicht heiß. Weil die warme Fläche so groß ist, muss sie nicht heiß sein, um den Raum zu heizen.

Hinter den Kulissen

Die Netzteile sitzen gut versteckt in Einbauschränken.

Ein LaminaHeat-Monteur schließt das Netzteil in einem Einbauschrank an
Einer unserer Monteure schließt die Netzteile im Schrank an.

Die gesamte Verkabelung wird verlegt, bevor die Wände fertig sind, also muss sie beim ersten Mal stimmen. Das heißt: das richtige Kabel für jede Aufgabe, jeder Stromkreis gut beschriftet und genug Leistung im Sicherungskasten für die Heizung und alles andere im Haus, zum Beispiel den Backofen.

Passt das zu Ihrem Zuhause?

Wand- und Deckenheizung passt gut, wenn eine Fußbodenheizung umständlich ist oder allein nicht ganz reicht. Bäder, in denen die Wände warm und die Handtücher trocken sein sollen, Räume mit fertigem Boden und ungewöhnliche Formen wie gewölbte oder schräge Decken sind gute Beispiele. Diese Villa hatte alles davon.

Planen Sie ein Zuhause wie dieses und möchten wissen, wo die Heizung hin könnte? Schicken Sie uns Ihre Grundrisse, und wir erstellen Ihnen kostenlos einen Verlegeplan. Sie sind Installateur oder Bauunternehmer und möchten mit uns arbeiten? Schauen Sie auf unserer Partnerseite vorbei.


Projekt: Villa, Qingdao · ComfortScrim, 48 V · Wände und Decken, inklusive gewölbter Decke und schräger Wintergartendecke · 192 m² auf zwei Etagen · 33 Heizelemente · 11 Zonen · 17.990 W insgesamt · drei Netzteile · Thermostate mit App-Steuerung · ausgelegt auf 22 ± 2 °C · installiert von LaminaHeat.

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Projektdaten, Zeichnungen oder CAD-Dateien rein. Raumweise Heizlast, Elementauslegung und ein Angebot mit Preis raus. Unverbindlich.